Workshops 2013

Workshops, auf die ihr euch 2013 freuen könnt:
(Änderungen vorbehalten!)

Beachtet bitte, dass manche Workshops nur für FrauenLesbenTrans* (FLT*) bzw. ohne Cis-Männer? stattfinden. Welche das sind, steht hinter den Namen der Workshops.

Freitag, 7. Juni 2013

ab 15 Uhr:

ab 17 Uhr:

ab 19 Uhr:

Samstag, 8. Juni 2013

ab 13 Uhr:

ab 15 Uhr:

ab 16 Uhr:

ab 17 Uhr:

ab 18 Uhr:

ab 19 Uhr:

 

Freitag, 7. Juni 2013

„Lecker Jungs“
Eine Analyse zeitgenössischer Frauenpornografie am Beispiel der Zeitschrift „Jungsheft“

Freitag 15–17 Uhr in AStA 1
mit Manuel Schaper, M.A.

Die Zeitschrift „Jungsheft“ richtet sich seit einigen Jahren mit pornografischen Inhalten an ein weibliches Publikum. Präsentiert werden nackte Männer in aufreizenden Posen und Artikel mit expliziten Inhalten. Das Heft reiht sich mit seinen erotischen Fotografien in den wachsenden Kanon der Frauenpornografie. Doch was macht Frauenpornografie eigentlich aus? Was ist der Charakter des weiblichen Blicks, der in der Frauenpornografie impliziert wird? Wie wird der Mann für das erotisch interessierte Auge zurechtgemacht, wie funktioniert er als erotisches Objekt und was sagt das über das Bild weiblich-heterosexuellen Begehrens aus? Diesen Fragen soll im Vortrag anhand der Fotostrecken des Jungshefts nachgegangen werden. Im Anschluss wird es Raum für Diskussionen geben.
Der Vortrag wird zwar weitestgehend allgemeinverständlich sein, soll aber kein Einstiegsreferat zum Thema Pornografie werden. Auch wird es nicht vordergründig um Kritik an Pornografie gehen, sondern um Pornografie als kulturelle Repräsentation von Sexualität und Begehren.

Achtung: Im Rahmen des Vortrags werden pornografische Bilder von Männern gezeigt.

Fotoworkshop

Freitag 15–17 Uhr in Zelt 1
mit Diana Hartmann

Dieser Fotoworkshop ist eine visuelle, künstlerische Auseinandersetzung mit den zwei Themen: die (biologische) Morphologie und den beiden (psychologischen) Archetypen „Anima und Animus“. Ich möchte in diesem Workshop mit euch spielerisch/künstlerisch mit dem Phänomen der Formen-, Strukur- und Experimentenvielfalt unserer natürlichen Umwelt und den beiden Archetypen „Anima/Animus“ umgehen. Die Fragen, die in dem Workshop beleuchtet werden können sind: Was ist männlich? Was ist weiblich? Was ist „dazwischen“? Sind die bipolaren geschlechtlichen Strukturen in der Natur immer eindeutig zu erkennen? Wie erkennen wir uns als Menschen als Teil des natürlichen Vielfalts? Wie sind wir beschaffen und wie teilen wir uns ein – und warum? Sind wir Schöpfer/Teil des schöpferischen Prozesses? Oder sind wir sind wir Konstruktoren/Teil eines konstruktionellen Prozesses? Oder beides? Diese Antwort, die jede/r für sich findet, wird visuell als Fotografie umgesetzt werden. Wir werden versuchen, z.B. Körperkollagen (mit verschiedensten Hilfsmittel wie Papier, Latex, Gips, Pflanzenteilen, Farbe usw.) zu kreieren, die euere eigene Sichtweise eures Körpers oder den des Anderen, eure Vorstellung von Morphologie und Konstruktion, eure Vorstellung von Geschlecht widerspiegelt – und sehen, was dabei „raus kommt“. Der Workshop ist ein Body-Empowerment Workshop mit der Kamera als Hilfsmittel der Visualisierung.
Bringe bitte mit: eine digitale Kamera oder Handykamera (Speicherkarte nicht vergessen), Stoffe, Farbe, Papier, Schminke, Stifte usw und viel Fantasie. Es sind keine fotografischen Vorkenntnisse nötig. Die Bilder werden im Rahmen des Antifee Festivals ausgestellt werden!

nicht-monogam Leben mit Kindern

Freitag 15–17 Uhr in Zelt 2
mit Kika Kern

Was sind besondere Herausforderungen für nicht-monogame Eltern? Was sind Chancen und Vorteile für Eltern und Kinder? Wie wirken sich Lebensweisen und Weltsicht darauf aus, was wir unseren Kindern vermitteln? Wie verändern sich Bedürfnisse und Beziehungen der Erwachsenen durch das Kinderkriegen? Warum ist das Kleinfamilienmodell so mächtig und wie kann mensch damit umgehen? Und wie lassen sich konkrete Dinge im Alltag lösen? Bei Interesse kann auch auf Co-Elternschaftsmodelle eingegangen werden.

Kika Kern, Jahrgang ’81, Mutter einer 6-jährigen und ehemals Co-Mutter einer größeren Tochter erforscht auf verschlungenen Wegen sich selbst, das Leben und das Mensch-Sein und landet dabei immer wieder bei Fragen des Zusammenlebens und der Kommunikation. Unterwegs hat sie auch ein paar Zertifikate rund um die Themen Theater und alternative Medizin eingesammelt.

trans_x_end schreiben (t*lf only)

Freitag 15–17 Uhr in AStA 2
mit Lann Hornscheidt

wie kann ich mir sprechen und schreiben aneignen? wie kann ich feministisch schreiben und reden, zuhören und lesen?
in dem workshop diskutieren wir sprachliche genderismen auf verschiedenen ebenen: einzelne wörter, kommunikationsverhalten, sprachliche bilder und probieren vor allem aus diese umzuschreiben. gegen sexismus/genderismus zu sein bedeutet auch gegen rassismus und ableismus, gegen klassismus und migratismus zu sein. was heißt das für mein schreiben und sprechen, für das was ich lese, für mein zuhören und mein beziehen auf andere? der workshop gibt viele anregungen und soll lust machen sprachlich zu handeln, in vielen verschiedenen lustbringenden kreativen formen. ich bin trans_x_end verortet, arbeite transfeministisch und bin durch rassistische, ableistische und migratistische strukturen privilegiert. auch diese formen von kritischen ver_ortungen sind teil des workshops. bringt gerne einen stift und papier mit!

BITCH. Jagd auf ein Phänomen.

Freitag 17–19 Uhr in Zelt 2
mit Nora Graupner (proxy body)

Bitch. Beleidigung oder Kompliment? Ermächtigung oder Kapitulation? Befreiung oder Korsett? Stereotyp oder Subversion? Kunst oder Kommerz? Ficken oder gefickt werden?
Dieser sinnliche Vortrag untersucht die Figur bitch anhand weiblicher Rolemodels und männlicher Zuschreibungen und begutachtet Themenfelder wie Konkurrenzdruck, Matriarchat, Sexismus, Phallozentrismus und Geld. Mit BlingBling, Pop und Peep.

Trigger-Warnung: Diese Veranstaltung arbeitet mit explizitem sexuellen und Gewalt implizierendem Bild-, Ton- und Wortmaterial.

Lesung: „Queer_Feminismus – Label & Lebensrealität“

Freitag 17–19 Uhr in Zelt 1
mit Leah Bretz und Nadine Lantzsch

Der Band spürt den verschiedenen Geschichten und Theorien rund um Queer_Feminismus nach und zeigt exemplarisch, welche Aktions- und Widerstandsformen heute unter Queer_Feminismus gefasst werden. Dabei geht es nicht nur um Demonstrationen und Subkultur, sondern auch um die politische Ausgestaltung des Alltags.
Was bedeutet Queer_Feminismus? Welche Verantwortlichkeiten ergeben sich aus dem Begriff und wieviel Handlungspotenzial wohnt ihm inne?
Hegemoniale Geschichtsschreibung reduziert queer_feministische Forderungen auf Kämpfe, die hauptsächlich im Interesse bestimmter, gesellschaftlich privilegierter Personengruppen stattfinden und macht jene unsichtbar, die schon immer Teil queer_feministischen Aktivismus waren und sind.
Einführend wird versucht, Verbindungslinien, Leerstellen und Konflikte in queer_feministischer Geschichte und Gegenwart im deutschsprachigen Raum aufzuzeigen und zu diskutieren.
Damit einhergehend werden Beispiele queer_feministischer Praxen, Interventionen und Aktivismus vorgestellt sowie im Zuge dessen immer wieder auftretende Konflikte und Grenzen kritisch betrachtet. Queer_feministischer Aktivismus arbeitet heutzutage häufig mit dem Anspruch verschiedene Machtverhältnisse zusammenzudenken und in ihrer Verwobenheit zu bekämpfen. Wie wird dieser oft formulierte Anspruch in der Praxis umgesetzt – wo liegen die Grenzen der Umsetzung?

Frauen*-Körper*-Haare* (FLT* only)

Freitag 17–19 Uhr in AStA 2
mit Jessi, Hanna und Mareike

Ein Workshop, in dem wir ins Gespräch kommen und uns gemeinsam Gedanken über Körper*haare* machen wollen. Dabei soll es darum gehen, zu reflektieren, welche Assoziationen und Wahrnehmungen wir diesen zuschreiben und welche Normen, Zwänge und Ideale in Bezug auf Körper*haare* in der Gesellschaft herrschen. Wie dies alles zusammenhängt und sich auf unsere persönliche Selbst- und Fremdwahrnehmung auswirkt, ist die zentrale Frage, die wir mit euch
diskutieren möchten.
Es wird weniger theoretischen Input geben, vielmehr wünschen wir vor allem Möglichkeiten zum (persönlichen) Austausch in kleineren und größeren Runden zu schaffen.
Der Workshop ist für alle Frauen*Lesben*Trans* offen.

raum zum zeichnen
oder: nicht nur die übung macht den_die meisterin!
(FLT* only)

Freitag 17–19 Uhr in AStA 1
mit trouble X

.laszt uns gemeinsam zeichnen, kritzeln, skizzieren, malen und doodlen!
.es sind keine vorerfahrungen notwendig und es wird auch keine anleitung geben. dies soll ein raum zum gemeinsamen zeichnen und austausch übers zeichnen sein. wer mag kann gerne eigene lieblings-utensilien, skizzen oder auch fertige zeichnungen mitbringen. oder einfach nur ideen um dann mit anderen zu schauen, wie was umgesetzt werden kann und was für tricks/hilfestellungen es vielleicht gibt. vielleicht finden sich ja auch leute für gemeinsame projekte? oder eine_r hat eine idee für einen comic und braucht hilfe bei der umsetzung? ihr sucht kritiker_innen? oder ihr zeichnet einfach lieber in gesellschaft? perfekt! komm vorbei! für all das (und noch viel mehr) soll der raum gedacht sein!
.dieser raum ist für flt* offen und ist ausdrücklich als empowernd gedacht. es gibt keine gute oder schlechte zeichnung, es geht um den spasz dabei!

Drag-King-Workshop

Freitag 19–21 Uhr in Zelt 1
mit Kirsten Klaus

We are born naked the rest is drag
Drag steht für dressed as a girl bzw. dressed as a guy. Um zweiteres soll es in diesem Workshop gehen. Hier werden wir für jede, die des Alltags als Frau betitelt/adressiert wird, eine von vielen möglichen Drag-King-Identität kreiiren. Neben Austausch und Übungen zu dem Thema „Was macht eigentlich diese sogenannte Männlichkeit aus?“, werden Basics in Sachen binding, packing und moustache vermittelt. Hier wird gemeinsam versucht, Gendergrenzen zu überschreiten, zu verwischen und zu verqueeren!
Mitzubringen sind: männlich assoziierte Kleidung (es wird aber auch Kleidung vorhanden sein) und eine grobe Vorstellung davon, was für eine Art von Männlichkeit ihr an diesem Abend verkörpern möchtet.
Der Workshop richtet sich vorrangig an FLTI* (FrauenLesbenTransInter*) und wird durchgeführt von Kirsten Klaus

Film: Yes, We Are

Freitag 19–21 Uhr in AStA 1
Film von Magda Wystub

Ein Dokumentarfilm über lesbische + queer-feministische Aktivistinnen in Polen.
Der Film richtet die Aufmerksamkeit bewusst auf emanzipatorisch denkende Lesben und die Vielfalt ihrer Strategien, sich in einer homophoben Umgebung zu behaupten. Die vielschichtigen Empfindungen und Analysen sowie der heterogene Alltag der Protagonistinnen vermitteln dabei gleichzeitig einen breiten Einblick in das allgemeine politische Klima sowie die gesellschaftlichen Umbrüche in Polen. Somit ist der Film auch als eine Einladung zu verstehen, sich dieses inmitten von Transformationsprozessen befindende Land einmal genauer anzuschauen. Ein Land, dessen Grenze zwar nur 80 km östlich der deutschen Hauptstadt verläuft, doch für die meisten hierzulande nach wie vor irgendwie weit weg im Osten zu liegen scheint.

Portraitiert wird die vielfältige Lesbenszene Polens, darunter die bekannte feministische Radio-Journalistin Anna Laszuk (die sich vor einigen als zweite Frau in Polen öffentlich geoutet hat), politische Aktivistinnen wie die Gruppe „kvir sfera“, die das queer-feministische Zentrum in Warszawa eröffnet hat und nicht zuletzt zwei ältere Aktivistinnen, die über die Anfänge der Lesbenbewegung in den 1990ern sprechen. Unser Film ist die erste deutsche Produktion, die sich ausschließlich mit lesbischen Lebensentwürfen in Polen, Widerstandsformen und den damit verbundenen Problemen auseinandersetzt.

Die Regisseurin wird anwesend sein.

www.yes-we-are.de

Bildet Banden
Selbstbehauptung selbst organisiert (FLT* only)

Freitag 19–21 Uhr in AStA 2
mit Nele

Ziel:
Grundzüge der Selbstbehauptung kennenlernen, sich ausprobieren und bestenfalls mit großer Motivation zum regelmäßigen Austausch in selbstorganisierten Gruppen aus dem Workshop rausgehen

Beschreibung:
Ich möchte mit euch in diesem Workshop in die Grundzüge der Selbstbehauptung einsteigen – das bedeutet, dass wir uns mit den Themen eigene Grenzen (setzen), Grenzüberschreitungen, mit Körperhaltung und dem Einsatz unserer körpereigenen Waffen (z.B. der Stimme) beschäftigen. Bei den Methoden richte ich mich gerne nach euch – ob wir eher den Fokus auf Rollenspiele legen, in Kleingruppen arbeiten oder lieber im Plenum diskutieren…
Der Workshop soll den Teilnehmer_innen die Chance bieten, rausfinden zu können, ob ein regelmäßiger Austausch von (potentiell) Betroffenen und gegenseitigem Sichtbarmachen und auch Auskotzen über übergriffige Situationen für sie eine wichtige Bereicherung ihres Alltags sein könnte.
Ich will, dass wir uns wappnen – und dabei trotzdem immer im Hinterkopf haben, dass nicht wir diejenigen sind, die sich in dieser Gesellschaft ändern müssen!Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen, die (potentiell) Betroffene von sexualisierter_sexueller Gewalt sind, miteinander vernetzen, sich austauschen – um sich gegenseitig zu stärken.
Was wir nicht machen werden: aktiv Selbstverteidungstechniken üben, das reißen wir nur an.

 

Samstag, 8. Juni 2013

Textile Streetart

Samstag 13–15 Uhr in Zelt 1
mit Semi

Streetart aus Wolle oder Stoff, auch „Guerilla Knitting“ oder „Yarn Bombing“ genannt, ist eine Form von Graffiti, die nicht zerstört, sondern abpolstert. Textile Streetart umgarnt kalte, unauffällige Objekte im Stadtbild auf so charmante Weise, dass kaum jemand daran denkt, sie entfernen zu wollen. Dennoch irritiert Stoff im öffentlichen Raum, passt nicht ins Bild, stellt einen Kontrast dar, der kaum übersehen werden kann.
Ein paar Stunden Workshop sind nicht genug, um einen gesamten Bus zu umhäkeln wie in Mexico City oder alle Äste eines Baums wie in der Nähe des Reichstags Gebäudes in Berlin. Aber die Zeit sollte reichen um eigene kleine Yarn Bombs zu bauen. Im besten Fall werden wir die entstandenen Stücke noch vor Ort auf dem Campus oder in der Stadt anbringen.

Gerne können Stoff und Wollreste – am besten in auffälligen Farben – und eigenes Näh- oder Strickzeug mitgebracht werden, muss aber nicht!

Kritisches Weißsein
Bewusstwerdung und Umgang im Alltag

Samstag 13–17 Uhr in Zelt 2
vom Courage Arbeitskreis der DGB Jugend Göttingen

Was ist Kritische Weißseinsforschung?
Wie kann ich die meine Privilegien als weißer Mensch wahrnehmen?
Wie kann ich damit im Alltag umgehen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Workshops und gemeinsam sollen Handlungsstrategien diskutiert werden. Dazu setzt sich der Workshop mit den Konzepten der Kritischen Weißseinsforschung auseinander und möchte mit teilweise spielerischen Methoden einen Einblick in die Thematik geben. Dabei soll es zunächst um die Bewusstwerdung der Privilegien gehen, die weiße Menschen haben. Den Schwerpunkt möchten wir anschließend gerne auf eine gemeinsame Erarbeitung von Umgangsstrategien mit den eigenen Privilegien im Alltag legen. Deshalb sind Menschen mit Rassismuserfahrungen ebenso herzlich eingeladen mit wirksam zu werden.

Queerfeministische Pornographie (FLT* only)

Samstag 13–16 Uhr in AStA 1
mit Halina Jordan und Serafia Johansson

In diesem Workshop wollen wir uns einer Pornographie nähern die sich selbst als queer und/oder feministisch versteht. Wir fragen uns dabei, ob Pornographie auch was anderes kann, als immer wieder den berüchtigten cumshot zu zelebrieren oder ob sich nicht-heterosexuelle, männliche Lust auch jenseits des Klischees von rosa Bettwäsche und Weichzeichner bewegen kann. Wir werden der Frage nachgehen, wie das Queere in den Porno kommt und was es da zu suchen hat und darüber diskuttieren, ob frau selber Pornos machen kann oder ob das keine sehen will.

Wir möchten an dieser Stelle bereits darauf hinweisen, dass mit expliziten Szenen gearbeitet werden wird. Die dabei gezeigten Beispiele sind aber allesamt eines sexpositiven-feministisch-queeren Diskurses entsprungen, was jedoch keinesfalls vor gewaltvollen oder explizit sexuellen Szenen schützt! Auch wenn wir Ageism doof finden, macht dieser Umstand unsere Veranstaltung zu einem FSK 18 Ding. Außerdem bitten wir Cis-Männer? um Verständnis, dass diese unserem Workshop nicht beiwohnen können.
Wir bitten Euch uns eine Email zu schreiben, wenn ihr Interesse am Workshop habt, da wir die Teilnehmer*innenzahl beschränken. Es werden aber auch Restplätze für Spontane zurückgehalten. Wenn ihr jedoch sicher gehen wollt auch teilnehmen zu können, dann schickt uns einfach fix eine Email: queerpornshop [ät] web.de

Definitionssache?!
Ein Workshop zu Definitionsmacht und dem „Yes means Yes“-Konzept (FLT* only)

Samstag 13–18 Uhr in AStA 2

In dem Workshop soll es darum gehen, was Definitionsmacht ist, welchen Zweck diese erfüllt und wie diese im eigenen Leben auftaucht und umgesetzt werden kann. Außerdem soll es darum gehen, mit der Vorstellung des „Yes means Yes“-Konzepts einen positiven, auf Konsens bedachten Weg zur Sexualität aufzuzeigen und zu überlegen, wie dieses praktischen Einzug in das eigene Leben finden kann.
Der Workshop ist offen für alle gender außer Cis-Männer?.

Im Workshop werden sensible und möglicherweise triggernde Themen an- und besprochen. Dessen sollten sich die Teilnehmer_Innen bewusst sein.

Eine Ode an die Arbeit?!
Geschlecht und Arbeit in meinem Leben

Samstag 15–17 Uhr in Zelt 1
mit Folke und Simone (GerdA-Gender-Arbeitskreis der DGB-Jugend)

In unserem Workshop wollen wir uns mit euch über das Phänomen Arbeit austauschen: Was ist Arbeit und was ist keine Arbeit? Was heißt es für mich (nicht) zu arbeiten? Welche Arbeit wird von mir verlangt? Wie habe ich „arbeiten“ gelernt? Im Rahmen unseres Workshops wollen wir Raum für die Reflektion über diese und andere Fragen bieten. Unser eigenes (geschlechtliches) Gewordensein, unsere eigenen Erfahrungen und Meinungen stehen dabei im Vordergrund.

Diagnosebingo:
Queer-feministische Auseinandersetzungen mit Psychiatrie

Samstag 16–18 Uhr in AStA 1
mit Petra Thesing

„Gender-Dysphoria“, „Hysterie“ und „Störungen der sexuellen Präferenzen“ – psychiatrische Diagnosen stehen in einem engen Zusammenhang mit Geschlechts- und Sexualitätskonstruktionen. Körpernormen werden reproduziert und Essverhalten pathologisiert. Der gesellschaftliche Kontext spielt in psychologischen und psychiatrischen Auseinandersetzungen oft höchstens eine Nebenrolle. Wo hat eine feministische Psychiatriekritik oder Antipsychiatrie in den 80ern angesetzt? Wie wurden und werden die Stimmen von flt* durch Diagnosen delegitimiert? Wie wird eine heterosexuell orientierte Zweigeschlechtlichkeit aufrechterhalten und gestützt mit den Begriffen gesund – krank?
In diesem Workshop wird es zuerst einen Input geben zu Kontextfetzen, Diagnosekatalogen sowie zur Hysterie als ein zentrales Thema feministischer Psychiatriekritik. Wir wollen uns Diagnose- und Therapiematerialien anschauen und uns mit diesen kritischen auseinandersetzen. Wie werden wann patriarchale Strukturen her(r)gestellt? Dabei wird es auch Raum für mitgebrachte Fragen und Diskussionsbedarf geben.

Harry Potter und die schreckliche Kammer der Heteronormativität

Samstag 17–19 Uhr in Zelt 1
mit Ute Neumann

Ein Vielsafttrank, mittels dem jede*r den Körper einer beliebigen anderen Person annehmen kann. Fliegende Besen. Kopfbehaarung, deren Farbe sich an die jeweilige Stimmung der Personen anpasst: Der von Joanne K. Rowling erschaffene Kosmos um den Zauberer Harry Potter birgt schier unerschöpfliche Möglichkeiten, sich selbst und sein Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Die Hoffnung liegt nahe, dass Harry, Ron, Hermine und Ginny und Dumbledore mit so beengenden Konzepten wie Zweigeschlechtlichkeit, heterosexuelle Kleinfamilien und klischeehafte Geschlechterrollen allenfalls im Fach Mugglekunde konfrontiert sind.
Doch leider leider wird die bunte Zaubererwelt bei den Geschlechterfragen eher eintönig. Mit Entsetzen müssen wir erkennen, dass unsere Romanfiguren gefangen sind in der schrecklichen Kammer der Heteronormativität. Als große Fans der Bücher analysieren wir mit kritisch-queerem Blick ausgewählte Romanpassagen im englischen Original. Es wird eine Übersetzung ins Deutsche geben.

Q-BLITS – Intersex Awareness in der LBGT-Szene

Samstag 17–19 Uhr in Zelt 2
mit Diana Hartmann

Viele Gesellschaften tun sich immer noch schwer, sich intersexuellen Menschen gegenüber zu öffnen und sie in ihren kulturellen und sozialen Zusammenhängen aktiv einzubinden. Auch in vielen „LGBT“?-Zusammenhängen werden Zwitter immer noch unter der Kategorie „Trans*“ subsumiert oder ihrer Existenz schlicht verleugnet. In diesem Multimedia-Workshop werden wir u.a. die Fragen beleuchten: Was ist Intersex? Warum wurde das „I“ in LBGT „angehängt“ und was bedeutet das für die LesBiSchwule Szene inhaltlich, kulturell, sexuell und politisch? Warum sind so wenige lesbische, bisexuelle und schwule Zwitter „out“? Wie kann die Anerkennung und Inklusion von lesbischen, bisexuellen und schwulen Zwittern in der LBGT-Szene gestaltet werden?
Diana Hartmann ist Visual Artist und Intersex-AktivistIn aus Hamburg, die in vielen Fernseh- und Radiosendungen, Printmedien und Vorträgen erfolgreich das Thema Intersex dem breiten Publikum nahe gebracht hat.

Normativität

Samstag 18–21 Uhr in AStA 1
mit Alva und Alex

Bei diesem interaktiven Workshop geht es um die Konstruktion von Normen und Normalität in der Gesellschaft. Durch Rollenspiele und andere Methoden setzen wir uns mit unseren eigenen Rassismen und Sexismen, aber auch Homophobie, Ageism, Psychiatriesierung und anderen Phänomenen der Normierung auseinander anstatt immer nur mit dem Finger auf andere zu zeigen.

DJ*-Workshop für Anfänger*innen
oder „Wozu ist eigentlich dieser Knopf da?“ (FLT* only)

Samstag 18–21 Uhr in AStA 2
mit Marsmaedchen

Was macht eigentlich ein DJ* / eine DJane*? Steht man da an den Turntables nur so cool rum und tut so, als bediene man irgendwelche Knöpfe oder passiert da noch mehr? Auch wenn’s nicht so aussieht, aber ja, da passiert noch ’ne ganze Menge mehr. 😉 Was das ist und was die Aufgaben eines DJays*s / einer DJane* sind, das möchte ich euch gerne in diesem Workshop für Anfänger*innen näher bringen. In diesem Fall anhand vom Auflegen mit CDs und CD-Playern.
Als DJane „Marsmaedchen“ bin ich nun seit ca. 7 Jahren auf verschiedensten Parties und Veranstaltungen (mit verschiedensten Musikrichtungen von Rock bis Techno) im In-und Ausland unterwegs. Homebase ist dabei Berlin, wo ich oft im Südblock, SchwuZ, Kino International, RAW-Tempel, SO36 und anderen queeren Parties wie „Female Attack“ etc. zu finden bin. Des Weiteren bin ich unterwegs in Köln, München, Dresden, Leipzig, Halle und, und, und… und studiere an der Humboldt-Universität zu Berlin in den Fächern Musik- und Medienwissenschaften.
Inhalt wird sein u.a. die richtige Verkabelung und Aufbau der Anlage, die einzelnen Funktionen der Fader und „Knöpfe“ an Mixer und CD-Player, Erklärung von Beat-Matching, Mixing, EQ etc., Musikauswahl, Kopfhörer. Über den technischen Aspekt hinaus möchte ich aber auch darauf eingehen, wie man ein gutes Set aufbaut, wie sollte man auf das Publikum eingehen und es mit einbeziehen, was ist wenn keiner tanzt? Ist lauter gleich besser? Etc. Denn „Technik“ allein macht noch keinen guten DJay*/gute DJane*!
Gerne könnt ihr auch eigene Musik in Form von CDs zum Workshop mitbringen, mit denen wir dann arbeiten können.
Der Workshop richtet sich an alle, die noch nicht aufgelegt haben, das aber gerne machen möchten.

Teilnehmer*innen-Anzahl: 20 (bitte anmelden unter: eva-kulas [ät] gmx.de)

Film: And You Belong

Samstag 19–21 Uhr in Zelt 1
Film von Julia Ostertag

Der neue Film von Julia Ostertag (Gender X, Saila und Noise & Resistance) ist ein künstlerisch-dokumentarisches Portrait des HipHop Electro Duos SCREAM CLUB und ein farbenfrohes Zeitdokument aktueller Strömungen in der queeren Musik-Szene.
Über vier Jahre gedreht, ist der Film nicht nur die Geschichte zweier charismatischer Frauen und ihrer Freundschaft, er zeigt ein kreatives Umfeld in Berlin, wo nach wie vor Kultur ohne Kommerz möglich ist, und reflektiert dabei Gender Roles und individuelle Kreativität jenseits des Mainstreams.

Screamclub’s Musik ist der Soundtrack einer queeren Dekade, der andere inspiriert und zur Zusammenarbeit angeregt hat: Weitere Protagonisten sind BadKat, Nuclear Family, Mz Sunday Luv, DJ Metzgerei, Heidi Mortenson, Nicky Click und Joey Casio.

www.andyoubelong.com

 

Erklärungen:


Cis-Männer sind Menschen, die bei ihrer Geburt männlich kategorisiert wurden und in deren Leben es keinen Bruch mit dieser männlichen Zuschreibung gab. (siehe auch: Eintrag zu Cisgender bei Wikipedia)

LGBT ist eine englische Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual and Trans*, also auf Deutsch: Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*.