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Hier ist unser Programm. Änderungen vorbehalten!

Workshops Vorträge Filme Theater

Freitag, 12.6.2015

14–18 Uhr: Patriotismus & Nationalismus im Rap
14–18 Uhr & 18–20 Uhr: Queer Norms: Comic and Zine Double Feature Workshop (English & Deutsch)
15–20 Uhr: I need a hero – Repräsentation in Kinder- und Jugendliteratur
16:30–19:30 Uhr: Umgang mit männlichen Dominanz(strukturen) in linken politischen Kontexten
16–20 Uhr: Wendo – Selbstbehauptung und -verteidigung für FLT* (English & Deutsch)
17–20 Uhr: Do It The Fat Way! Dicke_fette Reaktionen auf Körpernormierungen
20–22 Uhr: Refugee women (let’s) get loud! Against isolation, exclusion and discrimination
23 Uhr: Film: Folkbildningsterror (English & Svenska)

Samstag, 13.6.2015:

12–14 Uhr: „Wo muss denn der Rollstuhl raus?“ Eine feministische Kritik an ableism in der bürgerlichen Gesellschaft
12–18 Uhr: Trans*misogynie – Diskriminierung, Ausgrenzung, Hass und Gewalt gegen Trans*Frauen und Trans*Weiblichkeiten
14–18 Uhr: Kritisches Weißsein – Bewusstwerdung und Umgang im Alltag
14–18 Uhr: Stark und Selbstbewusst gegen Rassismus / Empowerment-Raum gegen Alltagsrassismus
14–16 Uhr: Definitionsmacht – eine feministische Kritik
14–18 Uhr: Safer Sex Workshop
17–18 Uhr: Lesung: Schwarz und Queer sein in weißen feministischen/queeren Räumen
18–19 Uhr: Theater: Aphrodites Romantische Revue der lieblichen Liebe
18–20 Uhr: DIY Dildobasteln
18–20 Uhr: Die Einführung der queeren Perspektive in die feministische Bewegung. Göttingen und Paris als Beispiel
18:30–19:30 Uhr: Film: Revolution Riot Grrrl Style (English)

Barrieren:

Die Räume im AStA sind nur über Treppen erreichbar. Wenn ihr einen ebenerdigen Zugang zu einem Raum braucht, könnt ihr uns eine Mail an info [ät] antifee.de schicken und wir versuchen, den Workshop in einen besseren Raum (im Zelt oder über Fahrstuhl erreichbar) zu verlegen.

Beschreibungen:

Freitag, 12.6.2015

14-18 Uhr in Asta 1 / Vortrag & Diskussion
Patriotismus & Nationalismus im Rap (Anna, Springstoff)

Anna vom Berliner Label Springstoff gibt in ihrem Vortrag zu „Patriotismus und Nationalismus in Rap“ anhand von Beispielen einen Überblick über deutschen Patriotismus und Nationalismus in deutschsprachigem Rap bis hin zu explizit neonazistischen Artists. Darüber hinaus diskutiert sie auch Zusammenhänge zum gesamtgesellschaftlichen Kontext, zeigt Alternativen und fragt nach möglichen Gegenstrategien.

14–18 Uhr & 18–20 Uhr in Asta 2 / DIY-Workshop
Queer Norms: Comic and Zine Double Feature Workshop (Henna Räsänen)

The workshop has two main narratives: besides creating comics, the workshop is a critical expedition and a scandalous exposure tactic to the scary world of queer (and feminist) norms.
No prior drawing experience necessary!

By definition, queer is refusing to be defined, and is against the norm, any norm. However, there seems to be a startling amount of conventions we bump into in these spaces. How are these conventions limiting and alienating us, how do we as individuals stray off, wander away or plainly refuse them? The workshop is a traveling workshop, that is planned to held in as many locations as possible to research if, and how, these norms differ according to culture and location.
The Comic workshop is divided to 3 different parts: a short drawing warm-up followed by a fast-paced, collective drawing exercise. In the end the group draws stories of our own. In the Zine workshop all the artwork is curated, layouted and put together. Zine will be printed out the same or the next day, ready for distribution at the event.

The zine part of the workshop is only for the people who have taken part of the comic workshop.

Accessibility Info: Taking part in the workshop doesn’t mean you need to sit still for 3 hours. You can take a break or leave any time, or draw something completely different :-)
Languages: English und leichter Deutsch
Open to all genders
max. 15 participants
Pre-registration: please send an e-mail to workshops [ät] antifee.de with the subject „Anmeldung Comic“ to register as a participant

15–20 Uhr im Blauen Turm 2 / Vortrag & Diskussion
I need a hero – Repräsentation in Kinder- und Jugendliteratur (Hengameh Yaghoobifara)

Es wird über das Genre der Kinder- und Jugendliteratur gesprochen, dann über Repräsentation gesprochen. Da geht es um Gender-Rollen, diskriminierende Sprache und viele, viele Beispiele. Auch der Raum für eine Diskussion ist gegeben.

Der Workshop/Vortrag richtet sich an Popkultur-Interessierte, Literaturwissenschaftler_innen, Eltern und alle, die mal Kinder waren. Die Workshopleiterin bemüht sich, die Inhalte nicht unnötig zu akademisieren und lädt explizit auch Menschen ein, die nicht studieren oder studiert haben.

Es wäre cool, den Raum so diskriminierungsarm wie möglich zu halten. Dazu werden alle Teilnehmenden gebeten, ihre Sprache zu überdenken und ihr Verhalten – v.a. innerhalb von Diskussionen – auch zu reflektieren.

16:30–19:30 Uhr im Workshop-Zelt / Workshop
Umgang mit männlichen Dominanz(strukturen) in linken politischen Kontexten (Ana-Cara Methmann)

Sexismus ist eine Machtstruktur, die die Gesellschaft anhand von Geschlecht (biologisch und sozial) und Begehren einteilt. Dies haben wir alle am eigenen Körper und Seele erfahren – wir haben gelernt und lernen noch immer, was es bedeutet ein „Mann“ und eine „Frau“ zu sein, wie wir auszusehen haben, wie wir uns zu verhalten haben, was wir zu erwarten haben, wen wir wie zu lieben und zu begehren haben und wir haben auch erfahren, was passiert, wenn mensch nicht in diese Kategorien passt und nicht die Regeln befolgt. Diese Machtstruktur prägt uns also nicht nur in dem was und wer wir sind, sondern auch wie wir uns anderen gegenüber verhalten. 
Sexismus bedeutet auch, dass seit Jahrhunderten Männer strukturell bevorteilt sind.
Dies prägt nicht nur unsere alltäglichen Begegnungen und Handlungen, sondern findet sich auch in unseren Institutionen und in unserem Wissen.

Es soll Raum geben, zu reflektieren und sich darüber auszutauschen, wo wir in unseren politischen Zusammenhängen männlichen Dominanzen begegnen, welche Strukturen diese begünstigen, welche Möglichkeiten des Umgangs wir damit haben und welche Maßnahmen wir ergreifen können, um diesen aktiv zu begegnen.

Ich möchte explizit Menschen einladen, die sich fragen, ob sie sich männlich dominant verhalten, ob sie durch solche Strukturen begünstigt sind, und/oder die bestimmtes Verhalten sehen und sich nicht sicher sind, wie dieses einzuordnen. Ebenso sind Menschen willkommen, die mit dominanten Verhalten konfrontiert sind, sich fragen, wie dieses einzuordnen, oder wie damit umzugehen – Oder um es runterzubrechen: Leute die sich „mackerig“ verhalten und/oder mit solchen Mackertum konfrontiert sind. Und somit ist der Workhsop offen für alle, die Interesse an dem Thema und der Auseinandersetzung haben.

Ana-Cara Methmann macht politische Bildungsarbeit mit den Schwerpunkten Antisexismus, Rassismuskritik, Migration(spädagogik) und Theater der Unterdrückten. Sie ist selbst in links-politischen Zusammenhängen unterwegs und beschäftigt sich dort u.a. mit Awareness-Strukturen.

16–20:30 Uhr im Blauen Turm / Workshop
Wendo – Selbstbehauptung und -verteidigung für FLT* / Wendo – Self-defense and Empowerment for Women, Lesbian, Trans* (Selbstorganisierte Wendo-Gruppe Göttingen)

(english description below)

In dem Workshop wollen wir zusammen mit euch überlegen und ausprobieren, wie wir uns gegen Sexismus im Alltag wehren können. Dazu gehört, die eigenen Grenzen wahrzunehmen, um sie dann setzen zu können. Das können wir durch den Einsatz von Stimme, Körpersprache und gezielten Verteidigungstechniken üben und uns gemeinsam weitere Strategien im Umgang mit sexistischer Kackscheiße überlegen.

Bei unserem Workshop geht es um Empowerment gegen Sexismus – deswegen liegen den Übungen und Anlässen für Interventionen meistens reelle Erfahrungen mit Sexismus zugrunde; achtet also auf eure Grenzen!
FLT* only!

mit Voranmeldung: schickt eine Mail an workshops [ät] antifee.de mit dem Betreff „Anmeldung Wendo“ um euch anzumelden

In this workshop we want to talk about and try out what to do against everyday sexism. This includes being aware of your own boundaries in order to be able to set them. We can practice setting these boundaries by using our voice, body language or specific techniques of self-defense and we can exchange strategies on how to react in the face of everyday sexism.

In this workshop we’re aiming at an empowerment against sexism. This also means that some of the exercises or causes for action are based on experiences of sexism; so please check if you’re okay with that when participating.

FLT* only!

Pre-registration: please send an e-mail to workshops [ät] antifee.de with the subject „Anmeldung Wendo“ to register as a participant

17–20 Uhr in Asta 3 / Workshop
Do It The Fat Way! Dicke_fette Reaktionen auf Körpernormierungen (SchwarzRund + Alina)

Dicksein in dieser Gesellschaft fühlt sich ganz unterschiedlich an, je nachdem ob du zusätzlich Rassismus, cis_hetero_Sexismus, Klassismus und Diskriminierung mit Bezug auf Körper und Psyche erfährst.

Wie wird Gesundheit konstruiert und was sind die Auswirkungen für dicke_fette Menschen? Woher kommen eigentlich die Konzepte die uns so täglich nerven und wer profitiert davon? Hattet ihr Momente, wo ihr euch stark gefühlt habt? Wie können wir uns selbst und andere unterstützen?

Die Ziele des Workshops sind das Teilen von Erfahrungen um dann daraus Handlungsstrategien zu entwickeln und uns unserer Handlungsmacht bewusster zu werden.

Zielgruppe
Dieser Workshop richtet sich an Menschen, in deren Leben Dick_Fettsein und die damit verbundenen Erfahrungen und Diskriminierungen eine Rolle spiel(t)en und die sich kritisch mit Schönheits- und Gesundheitsnormen auseinandersetzen möchten.

20–22 Uhr in Asta 1
Refugee women (let’s) get loud! Against isolation, exclusion and discrimination (Women in Exile)

„Women in Exile“ is an initiative of refugee women founded in Brandenburg in 2002 to fight for their rights. With a power point presentation we will present our work on our fight against isolation, exclusion and discrimination. Refugee women are double victims of the isolated living conditions and generally of the racist and discriminative laws governing asylum seekers. The collective accommodations housing the asylum seekers and the shared facilities usually are a source of conflicts between the residents which result in fights, women being sexually harassed and physically abused. The system discriminates the asylum seekers by classifying them as those who are criminals and coming to Germany because of the social welfare. Racism is a daily occurrence on the streets as well as in the structural system. In our workshop we want to raise awareness for the living conditions refugee women are experiencing, and their resistance against Lagers. The workshop will be hold in English, translation into German will be provided if needed.
women-in-exile.net

23 Uhr (nach der letzten Band) im Workshop-Zelt
Film: Folkbildningsterror

(english description below)
Trailer: youtube.com/watch?v=UeoC1DdG5Gk

Der beste (und wahrscheinlich einzige) Plakat Folkbildningsterror. „The only reasonable thing in a politically desperate time is to break out into dancing.“Propaganda-Musicalfilm den die queer-autonome Linke je hervorgebracht hat: In Folkbildningsterror (in etwa: Volksbildungsterror) treffen wir auf eine Gruppe von Personen und einen Hasen, die ihrer Wut auf die neoliberalen Entwicklungen in Schweden in neun radikalen Songs und Tänzen kraftvollen Ausdruck verleihen. Viele wichtige politische Fragen unserer Zeit werden mit einer charmanten Prise Selbstironie gelöst. Abschiebungen werden verhindert, Fahrkartenkontrolleure mit Glitter in die Flucht geschlagen, die unerträgliche Sachbearbeiterin des Arbeitsamts in Ketten gelegt oder Homo-Hochzeitspaare befreit. Die United Musical Activists aus Göteborg bringen singend und tanzend die Verhältnisse zum Wackeln. „Endlich ein Feel-Good-Film für alle Bullenhasser_innen!“
Parental_Advisory_labelLasse Långström, Schweden 2014, 120min, Original mit englischen Untertiteln

The best (and probably the only) propaganda musical created by the queer left. In Folkbildningsterror (People´s Educational Terror) we meet a group of people – and a rabbit – who express their anger about the neoliberal developments in Sweden through powerfully radical songs and dances, solving many of today’s burning questions with a good portion of self irony. A feel good film with something to say.
Lasse Långström, Sweden 2014, 120 min, Original with English Subtitles

Samstag, 13.6.2015

12–14 Uhr im Blauen Turm (bzw. ZHG Hörsaal 003) / Vortrag
„Wo muss denn der Rollstuhl raus?“ Eine feministische Kritik an Ableism in der bürgerlichen Gesellschaft (AG Charme, Carbon und Communismus)

Behinderte brauchen ständig Hilfe, sind in ihrer Attraktivität beschädigt und in ihrer Leistungsfähigkeit sowieso… gleichzeitig kosten sie Geld, Zeit und genießen trotzdem vermeintliche Vorteile: Die Attribute, die ihnen zugeschrieben werden, weisen sie als Abweichung von der Norm aus, die das männliche, unversehrte und damit leistungsfähige bürgerliche Subjekt verkörpert.

Aus der Perspektive einer feministischen Gesellschaftskritik entfalten wir eine Analyse der Diskriminierung Behinderter in der bürgerlichen Gesellschaft. Dabei gehen wir mithilfe der Kritischen Theorie der Frage nach, welche Eigenschaften Behinderten zugeschrieben werden und untersuchen Ableism als eine basale Ideologie des warenproduzierenden Patriarchats. Vor diesem Hintergrund zielen wir darauf, die gesellschaftlichen Zustände und ihren behindertenfeindlichen Ausdruck ins Verhältnis zu setzen.

12–18 Uhr im Blauen Turm 1 / Workshop
Trans*misogynie – Diskriminierung, Ausgrenzung, Hass und Gewalt gegen Trans*Frauen und Trans*Weiblichkeiten (h* und Faulenz*A)

„Trans*misogynie“ meint das Zusammenwirken von Trans*feindlichkeit und „Femminitätsfeindlichkeit“ (Misogynie)
In dem Workshop stelle ich nach einer inhaltlichen Einführung aktuelle Beispiele vor, die zeigen dass selbst femministische Räume kein save-space für Trans*frauen sind. Diese können wir gemeinsam diskutieren: Was ist daran trans*misogyn? Wie könnten Texte, Veranstaltungsankündigungen, Sticker etc. anders gestaltet, geschrieben sein? Was kann getan werden um femministische Räume inklusiver für Trans*Frauen und Trans*Weiblichkeiten zu machen? Wichtige Themen in diesem Workshop sind unter anderem:

  • Femminitätsfeindlichkeit als gesamtgesellschatliches Problem, aber auch als Problem in queerfemminitsicher Szene,
  • die Art und Weise wie oft über Genitalien geredet wird
  • die Art und Weise, wie oft über Menstruation geredet wird
  • das „Sozialisationsargument“, mit dem Trans*frauenausschlüsse begründet werden
  • Trans*gender Day of Remembrance zum Gedenken der ermordeten Trans*menschen (größtenteils Trans*frauen of Colour)
  • Zusammenwirken von Trans*misogynie und Rassismus


14–18 Uhr (mit Pause) in Asta 1 / Workshop
Kritisches Weißsein – Bewusstwerdung und Umgang im Alltag (DGB-Jugend Courage)

Was ist Kritisches Weißsein?
Wie kann ich meine Privilegien als weißer Mensch wahrnehmen?
Wie kann ich damit im Alltag umgehen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Workshops. Dieser setzt sich mit den Konzepten der Kritischen Weißseinsforschung auseinander und möchte mit Methoden aus der politischen Jugendbildungsarbeit einen Einblick in die Thematik geben. Dabei geht es zunächst um die Bewusstwerdung der Privilegien, die weiße Menschen haben. Anschließend möchten wir uns mit einer gemeinsamen Erarbeitung von Umgangsstrategien mit den eigenen Privilegien im Alltag beschäftigen. Dieser Workshop ist offen für alle, richtet sich aber an Personen ohne Rassismuserfahrung. Der Workshop wird leider nur auf Deutsch angeboten.

14–18 Uhr (mit Pause) in Asta 2 / Workshop
Stark und Selbstbewusst gegen Rassismus / Empowerment-Raum gegen Alltagsrassismus (Winnie Akeri und Khorshid Khodabakhshreshad, DGB-Jugend Courage)

Der Workshop richtet sich ausschließlich an Menschen mit Migrationsgeschichte, Schwarze Menschen und People of Color!

Alltäglich erfahren nicht-weiße Menschen Rassismus sowie andere Diskriminierungsformen. Diese negativen Erfahrungen traumatisieren und zerstören sie. Selbst wenn man*frau sich alleine in einer weiß-dominanten Umgebung (WG, Uni, Schule, Straße usw.) befindet, ist die ständige Angst im Hinterkopf, dass jemand* kommt und sie*ihn rassistisch behandelt. So ist man*frau permanent der rassistischen Situation ausgesetzt und muss sich innerlich dagegen wappnen.

Deswegen brauchen wir, als Menschen mit Rassismus Erfahrungen, in einer weiß-dominanten Umgebung ab und zu unsere Empowerment Räume. Somit schaffen wir zusammen einen Raum für selbstbestimmtes Handeln indem wir unsere Erfahrungen austauschen, nach Bedarf einander erzählen, stärken und spielen. Ein sicherer Raum gibt Zeit und Ruhe über sich selbst nachzudenken und zu versuchen sich für ein paar Momente vom Rassismus zu erholen, selbstbewusster zu werden, sich zu erweitern und sich eben zu heilen.

Angesichts der Kürze des Workshops möchten wir uns auf drei Fragen konzentrieren:
1. Was bedeutet Rassimus für mich in meiner Biografie?
2. Wo werde ich rassistisch behandelt?
3. Wie werde ich rassistisch behandelt?

14–16 Uhr im Workshop-Zelt / Vortrag & Diskussion
Definitionsmacht – eine feministische Kritik (Interessiertengruppe e*space)

Oft wird Kritik am ‘Konzept’ der Definitionsmacht als antifeministisch abgeschmettert. So werden wichtige Debatten zum Umgang mit sexualisierter Gewalt und Diskriminierung verhindert. Als feministische Gruppe hoffen wir, dass uns dies erspart bleibt und ein offener Austausch über theoretische und praktische Probleme sowie mögliche Alternativen zu diesem scheinbar unumstößlichen Standard stattfinden kann.

14–18 Uhr in Asta 3 / Workshop
Safer Sex Workshop (Daniela Stegemann)

Fern von detaillierten Krankheitsbeschreibungen widmen wir uns alltagspraktischen Tipps & Tricks rund um Safer Sex. Wie funktioniert Übertragung? Was kann ich bedenken? Wie finde ich heraus was ich will und wie kommuniziere ich das? Der Workshop bietet Raum für Fragen, praktisches Handwerkzeug, Spaß und Auseinandersetzung ohne Druck und Moral.
Offen für Alle*.

17–18 Uhr im Workshop-Zelt
Lesung: Schwarz und Queer sein in weißen feministischen/queeren Räumen (SchwarzRund + Alina)

Lesung von SchwarzRund und Alina zu Schwarz und Queer sein in weißen feministischen/queeren Räumen

18–19 Uhr im Stilbrvch / Theater
Aphrodites Romantische Revue der lieblichen Liebe (PussyPowerGrrrls)

Aphrodite ist zur Erde gekommen, um die LIEBE und das BEGEHREN zu feiern. Ein großes Fest hat sie organisiert, mit Musik, Tanz, Lustbarkeiten, Freude und Sinnlichkeit. Niemals hätte sie damit gerechnet, dass ihre eigene Show ihr einen Strich durch die Rechnung macht.
Hat die Liebe etwa nicht alle Schlechtigkeiten aus dieser Welt entfernt?

Die Liebe heilt alles, das weiß doch jedes Kind!

Aber wieso erzählen ihre Gäste dann diese schrecklichen Geschichten von Missbrauch, Ausbeutung, Vergewaltigung, Verletzungen, Schmerz?
Aphrodite versteht die Welt nicht mehr, und das kann doch nun wirklich nicht sein, sie ist doch schließlich eine GÖTTIN! Mit Glitzer, Konfetti, Stöckelschuhen und Lippenstift nimmt sie den Kampf gegen das Patriarchat auf, das als Einziges für diese Fehlentwicklung verantwortlich sein kann. Aphrodites Romantische Revue ist eine scheiternde Boulevard-Show mit Witz, Charme, Pathos, Gefühl und Leidenschaft, mit enttäuschten Hoffnungen, zerbrochenen Träumen und Übersprungshandlungen, mit zum Teil harter und grafischer Sprache, die die Dinge beim Namen nennt.

Das Kollektiv PussyPowerGrrrls
Die „PussyPowerGrrrls“ wurden Ende 2013 von Saskia Boden und Anna Dreher gegründet. Sie stehen für mutiges, poppiges, trashiges, pinkes Theater mit Biss und Herz. “Aphrodites Romantische Revue der Lieblichen Liebe” ist ihr erstes gemeinsames Stück, das sie mit Unterstützung von ihrer treuen Helferin und Lady für Alles „Mme Vroni“ umgesetzt haben. Die Mischung aus den verschiedenen politischen und ästhetischen Backgrounds der einzelnen PussyPowerGrrrls ergibt vielfältige Sichten auf und Herangehensweisen an die szenische Arbeit und sorgt für eine visionäre, kontroverse Ästhetik. Mit „Aphrodites romantischer Revue der lieblichen Liebe“ richten die PussyPowerGrrrls sich gegen die Abwertung alles als „Weiblich“ konstruierten und nehmen mit Stöckeln und Konfetti den Kampf gegen das Patriarchat auf.

18–20 Uhr im Workshop-Zelt / DIY-Workshop
DIY Dildobasteln (Tschia + Tschoni [queer_topia*])

In unserem Workshop wollen wir mit euch zusammen Dildos basteln. Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

18–20 Uhr in Asta 1 / Vortrag & Diskussion
Die Einführung der queeren Perspektive in die feministische Bewegung. Göttingen und Paris als Beispiel (Em)

weitere Infos folgen noch

18:30–19:30 Uhr in Asta 3
Film: Revolution Riot Grrrl Style

Es lässt sich aktuell vielerorts ein neuer Stil des Feminismus erkennen – jung, provokativ und radikal – den diese Frauen mittels Rockmusik entschieden haben umzusetzen.
Während Pussy Riot in Russland für Schock sorgen, füllen Peaches und Grimes Konzertsäle. Derweil machen Künstler*innen wie Kathleen Hanna ein Comeback – und erinnern, dass es alles in einer Provinz der Vereinigten Staaten begann.

Die Riot Grrrls haben den Rock revolutioniert und eine gesamte Generation von jungen Künstler*innen in der ganzen Welt inspiriert. Dieser Film erkundet die heutige feministische Szene und blickt dabei auch zuück in die wenig bekannte Geschichte der Revolution, die die frühen 90er Jahre in Schock versetzt hatte.

Sonia Gonzalez, Frankreich 2014, 55 min, Englische Version

Today we see a new style of feminism springing up everywhere – young, provocative radical and to get their message across, these women have decided to rely on rock music!
While the Pussy riot shock Russia and fascinate the West, the concerts of Peaches and Grimes are sold out, while artists such as Kathleen Hanna make their comeback to remind us that it all began in 1990 in some backwater of the United States.

The RIOT GRRRLS revolutionized rock and inspired entire generations of young artists around the world. This film will explore today’s femenist scene while revisiting the little known history of the revolution that shook the early 90s.

Sonia Gonzalez, France 2014, 55 min, English Version